Das Laaaaangsaaaame Faultier

Das Leben eines Faultiers…. schön nicht wahr? Den ganzen Tag einfach nur an irgendeinem Baum hängen, Essen, Chillen und dann mal wieder zur Abwechslung ein Nickerchen halten. Das Faultier hat oft mit harten Vorurteilen zu kämpfen, aber eigentlich ist es gar nicht faul, sondern einfach nur ziemlich langsam.

Und das hat auch einen guten Grund!

Die meiste Zeit im Leben hängt das Faultier kopfüber an einem Ast und lässt seine Seele baumeln. Aufgrund ihrer nährstoffarmen Ernährung haben die Faultiere jedoch gar keine andere Wahl, als den ganzen Tag zu Chillen und Energie zu sparen.

In den tropischen Regenwäldern von Süd- und Mittelamerika ernähren sich die Faultiere hauptsächlich von den Dingen, welche sie einfach in die Krallen bekommen. Meistens handelt sich es hierbei um Blätter der Baumkrone – nur selten bekommt das Faultier Blüten, Früchte oder Eier zu fressen. Auf diese gehaltlose Kost ist auch ihr Stoffwechsel angepasst. Um alle Nährstoffe aus den Blättern zu ziehen, dauert es bis zu 50 Tage, weswegen die Faultiere nur einmal in der Woche aufs „Klo“ müssen.

Jedoch ist der Toilettengang der Energiespar-Tiere nicht ganz ungefährlich! Auf dem Boden können die Faultiere aufgrund ihrer langen Krallen nur herumkriechen und sind dadurch noch langsamer, was sie zu einer schnellen Beute für Raubtiere, wie beispielsweise dem Jaguar, macht. Auf dem Baum, in welchem die Faultiere die meiste Zeit ihres Lebens abhängen, sind sie gut getarnt und fallen durch ihre langsamen Bewegungen kaum auf, sodass sie dort sicher sind.

Faultiere sind also nicht faul, sondern einfach zu langsam und das zum Wohle ihrer Sicherheit! In einer Sekunde bewegen sich die sogenannten Energiespar-Tiere nur etwa sechs Zentimeter fort, in derselben Zeit bewegt sich der Mensch circa einen Meter weiter.

Der Name „Faultier“ ist hier also ziemlich unberechtigt. Habt ihr Ideen, wie wir die langsamen Tiere noch nennen könnten, um ihrem Lebensstil gerecht zu werden?

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