Gefährdung der Faultiere

Wenn man an das Leben eines Faultiers denkt, verbindet man es mit Entspannung, Langsamkeit und Ruhe pur. Man könnte beinahe neidisch werden auf den stressfreien Alltag unserer Energiespartiere! Dabei sind es genau wir, die Menschen mit unserer Profitgier, die zum größten Feind der aktuell noch lebenden Faultiere werden. Insbesondere das Kragenfaultier und das Zwergfaultier aus der Familie der Dreifingerfaultiere sind zunehmend vom Aussterben bedroht, da ihre Bestände stark dezimiert wurden. Diese beunruhigende Entwicklung ist auf den Verlust ihres natürlichen Lebensraums zurückzuführen – dem Regenwald in Süd- und Mittelamerika. Um auf diese verheerenden Missstände aufmerksam zu machen, findet alljährlich am 20. Oktober der Weltfaultiertag statt.

Ein Faultier wirkt auf den ersten Blick recht amüsant mit den endlos langen Armen und den nicht gerade kurzen Krallen. Auf diese sind unsere flauschigen Freunde allerdings tagtäglich angewiesen! Mit allen Vieren klammert sich das Faultier an dicke Äste, um nicht vom Baum zu fallen. Diesen verlassen sie auch nur in den allergrößten Notfällen, höchstens einmal die Woche. Das liegt daran, dass Faultiere nicht auf allen Vieren stehen können, weshalb sie sich am Boden bäuchlings voranschleppen müssen. In dieser Position sind sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert und stellen die perfekte Beute dar.

Mit diesem Wissen wird klar: unsere Faultiere brauchen den Schutz der Bäume in den Wäldern! Mit der fortschreitenden Abholzung des Regenwaldes wird ihnen ihr natürlicher Lebensraum jedoch immer mehr genommen. Bei der Rodung des Waldes werden unsere Lieblingstiere gleich zwei tödlichen Gefahren ausgesetzt. Entweder sterben die Tiere direkt in den Baumkronen oder sie werden von herannahenden Autos überfahren, während sie langsam und unbeholfen versuchen, über die Straße in Sicherheit zu robben.

Hinzu kommt, dass insbesondere Zwergfaultiere ein gefragtes Ziel von Jägern sind. Dadurch, dass sie nur halb so groß wie eine Hauskatze und dazu noch sehr langsam sind, sind sie Jägern hilflos ausgeliefert. Während es im Jahr 2001 noch 500 Tiere gab, ist die Population 2012 auf nur noch 70 lebende Exemplare gesunken. Prognosen zufolge genügen nur noch zwei oder drei Jagdzeiten, bis die Art des Zwergfaultiers endgültig ausgestorben ist.

Falls Sie ebenfalls der Meinung sind, dass eine Welt ohne Faultiere nicht lebenswert ist, haben Sie hier die Möglichkeit, für unsere kleinen Lieblinge zu spenden. Mehr Informationen finden Sie über den nachfolgenden Link oder auf unserer Startseite. https://welttierschutz.org/secure/spenden/faultiere-brauchen-ihre-hilfe/

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